Mittwoch, 21. Februar 2018

Wie geht es eigentlich Susanne?


Gut ....
Sehr gut ....
manchmal nicht gut.....
manchmal ganz schlecht .....

Das Erschreckende zuerst?

Viele Jahre gibt es "Besonders-gewöhnlich" jetzt schon. Lange Blogfreunde wissen, dass sie von klein auf immer wieder Probleme mit den Ohren hatte.
Jeder mit Kind und Mittelohrentzündungen kennt das.... Ohrenschmerzen, Fieber, Kinderarzt
 Medizin
Alternative Medizin
Antibiotika

Es war nicht aufzuhalten bei ihr. Mit vier Jahren Röhrchen, danach hätte es gut sein sollen... war es aber nicht.
Als Grundschulmädel noch einmal Röhrchen.... angeblich alles gut nun ... war es aber nicht.

Es war nie ganz gut.
Das Gehör wurde schlechter
Ohrenschmerzen kamen und gingen
Vor 14 Monaten dann ein OP,  bei der wieder Röhrchen gesetzt wurden, die hätten bleiben sollen für Jahre
Taten sie aber nicht
Nach fünf Wochen fiel das 1.Röhrchen unter Schmerzen raus, nach fünf Monaten das 2te.

Gehör immer schlechter
Trommelfell immer dünner

Das Ende .... CT !
Erschreckendes Ergebnis.
Es wird eine grosse Operation auf Susanne zukommen.
Von aussen ... ich mag nichts mehr dazu sagen, wir sind alle fassungslos was sich entwickelt hat.
Die Risiken sind  gross. Das Gehör wird bitte, bitte erhalten bleiben.....oder zumind. besser werden, denn rechts hört sie eh nur noch ganz wenig.

Nun wäre es so, dass man am liebsten sofort diese OP ausmachen würde und ab ins Krankenhaus.
So geht das aber nicht.
Mangels Ärzten, Termine, Kliniken, die überhaupt sowas machen.
Es wird August.
Ja, wirklich Ende August. Dann Krankenhausaufenthalt, sie wird erst einige Zeit nichts hören und dann sehen wir alle Schritt für Schritt weiter.....
Sie zeigt die Angst nicht, nur ab und zu kommt ein "Was ist, wenn es nicht gut geht?"
Es muss gut gehen! Bitte an alle Mächte, die helfen können ... ich wünsche es ihr so sehr.

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Nun komme ich zum Wunderbaren, ganz, ganz Schönen für das Mädel.
Sie darf für fünf Wochen in Spanien arbeiten. Im Rahmen der Erzieherausbildung.
Die Ärzte sagen es wäre o.k.
Tauchen und so soll sie nicht, auch nicht mit dem Motorrad nach Spanien fahren.... das war eh nicht der Plan. Sie fliegt und das ist auch erlaubt worden.
Flug schon gebucht, Wohnung angemietet.

Was war das für eine wochenlange Aufregung!
 Darf ich mit, werde ich genommen......?
Sie dachte nicht, dass das Los auch auf sie fällt. Wäre bis nach Estland gegangen. Oder Dänemark....

Sie darf mit, sie hat den Aufenthalt bekommen. Die beste Schulfreundin gleich mit, beide nach Barcelona
Adalusien wäre ihr Wunschziel gewesen, doch das wurde nichts. Nun also die grosse Stadt.

Nicht auszudenken, wenn wegen der OP alles abgesagt hätte werden müssen.
Bis Mai ist sie noch hier.
Dann beginnt das grosse Abenteuer.

Seit gestern weiss sie nun auch, dass sie die Probezeit auf der Fachakademie bestanden hat. Ich weiss nicht, warum sie gezweifelt hat .... ich hatte keine Sekunde Sorge, dass sie gehen muss.

Ansonsten .... ist sie ein tolles Mädchen.
So wie auf dem Faschingsbild oben.
Wenn sie lacht, sie lacht oft und gerne, dann wird mir warm ums Herz.

Aber sie hat es nicht lustig. Was sie nicht alles erlebt und mitmacht!
Gestern sagte sie, sie könnte Psychologin werden.
Schon wieder ein offenes (wenn auch schwerhöriges Ohr) für einen lieben Freund. Sie hört da nächtelang zu und hilft durch dasein und ab und zu eine Idee.

Sie hat es ja selber nicht leicht.
Der grosse Bruder seelisch erkrankt.
Der kleine Bruder ein Autist in der Pupertät.
Aber sie hört zu. Sie fühlt sich ein.
Im Freundeskreis, auch bei entfernten Menschen.....
Ich hab sie gebeten zu lernen auch mal "jetzt kann ich nicht für Dich da sein" zu sagen.
Denn das fällt uns Eltern auf, ist seit Monaten der Fall.
"Susanne! Hilfe ....!"
Nun war sie im Fasching unterwegs. und sagte selber hinterher: "Oh wie lustig und cool das mal wieder war!"

Sie hätte gerne ein kleines Auto. Sie schimpft wie ein Rohrspatz weil das halt momentan nicht möglich zu machen ist .... und fährt dann mit dem uralten BodenlegerAuto vom Papa durch die Gegend.
Ich hätte zu gern ein Foto, aber sie weigert sich, weil das sieht ja doch zu peinlich aus hier veröffentlicht.
Und doch kreuzt sie bei Freunden auf und lacht mit, weil wirklich ein jeder lachen muss, wenn sie aus der  alten Kiste voller Bodenlegerstaub aussteigt.
Die Freundinnen fahren die coolen Autos .... Ihr müsst wissen hier ist "die BMW", da arbeiten die Eltern der meisten.
Da gibt es zum Führerschein das Auto dazu.
 Und dann kommt ein lachendes Mädel mit Staub in den Haaren daher..... sie ist so super, die Susanne!

Zum Taufkind, der kleinen Enkelin fährt sie gerne. Ist Tante ganz und gar. Würde am liebsten ständig auf sie aufpassen. Und dann: "Ach wie süss. Ich will auch ein Baby!"
Oh nein!.... schreit dann die Mama!
Aber dann sagt sie selber was sie vorher noch alles machen, erreichen, erleben will.... und dann ist die Mama beruhigt, denn da vergehen noch Jahre .....
Mir war es genug, dass drei meiner Grossen mit 20 Jahren ein Baby hatten.
Ich liebe alle Enkelkinder, aber Susanne könnte die 20er-Marke schon vorübergehen lassen.....


Und dann grinst der Michi, der Herr Bodenleger und sagt, dass die eine Enkelin ja auch schon über 18 ist....oh nein! Das auch nicht. Hab nichts dagegen Uroma zu werden aber es hat noch Zeit .....

Das war mal wieder ein bisserl was vom Geschwisterkind.
Autismus kommt in ihrer Ausbildung auch vor. Da kann sie mitreden. Und manches geraderücken, was die Lehrer in der Theorie da alles lehren!
Sie ist nämlich  manchmal schon auch frech und vorlaut.
Und das mag ich!
So soll sie bleiben.... nur die Ohren!.... die müssen anders, besser werden....





Dienstag, 6. Februar 2018

Taschenformat



Wenn Susannes Katze so gerne in Taschen schläft könnte ich sie doch mal mit in die Schule nehmen!









Gerade noch verhindert diese Aktion.
Nicht auszudenken wo Khaleesi gelandet wäre.... Schon im Bus entkommen?
Panisch auf der Strasse hier im Ort oder in Landshut?

In der Schule.... die ist nicht riesig, aber auch nicht klein. Und dann die Ausgänge.

Robert schreit mich an:
"Hör auf so schreckliche Sachen auszudenken!!! Ich mach es nicht. Hab es schon kapiert!"

"Robert, Du musst jetzt nicht mich anschreien. Ich sag ja nur was da alles passierten könnte!"

"Und Du brauchst nicht mir Angst einreden und so tun als ob ich nicht weiss, dass wir gut auf die Mietzen aufpassen. Nala nehm ich auch nicht mit, das hast Du jetzt davon MAMA!"

Herrjee... diese Logik eines Roberts.
Mietzen zuhause, junger Mann in der Schule.... gut so!

( Dieses MAMA brüllt er manchmal zum fürchten. Ich muss mich zusammennehmen und nicht selber laut werden!"

Montag, 29. Januar 2018

Winter ohne Schnee noch immer .....

Lieblingsspazierweg



Wir haben keinen Schnee.
Trotzdem ist alles feucht und durchweicht.
Ein befestigter Weg um den See ist genau richtig. Und Robert fällt nun auch nicht mehr "plötzlich" ins Wasser.
Gross werden hat Vorteile!
Was ist er früher in Bäche, Brunnen etc. gefallen!
Nun ist das vorbei und man kann drüber lachen.


Er bekommt kein Zwischenzeugnis in diesem Jahr.
Der Herr Lehrer, Robert mit Mama und Papa hatten einen Termin zum Entwicklungsgespräch in der Schule.
"Das war aber langweilig", sagte Robert hinterher.
Er entwickelt sich in seinem Tempo so dahin.
In der Berufsschulstufe liebt er alles was mit der Praxis zu tun hat.

Mit Holz arbeiten
Wäsche waschen, trocknen, bügeln
Kochen und Backen.
Das ist ihm viel lieber als Lesen und Rechnen.
Diese Fächer sind nun zweitrangig. Nur noch je 2 Stunden in der Woche.
Als Ziel wurde trotzdem festgesetzt, dass er weiter Lesen und Schreiben und die Zahlen übt.
"Da muss ich gleich gähnen!" sagte er, ganz Teenager!


Das Praktikum beim Schäfer wird im Frühling stattfinden.
Im März ist er eine Woche in der Werkstatt einer Lebenshilfe.
Wäsche ... und nun wo er eine Woche jeden Tag arbeiten soll will er nicht mehr.
Tja, da bleibt ihm wohl nichts anderes übrig als mitzumachen, sein Bestes zu geben.
Bin schon gespannt wie das wird.

Die höhere Dosis des Antiepileptikum ist nicht falsch.
Aber so ganz ohne Auffälligkeiten ist er nicht!
Das Fahrrad bleibt weggesperrt. Das ist zu gefährlich so wackelig wie er oft unterwegs ist.
Ohne einen Ton akzeptiert er das.


Susanne wird bald fliegen ... so wie die Vögel auf den Bildern....
Bald werden wir Euch davon erzählen....
Nein, nicht als Drachenfliegerin... obwohl mein Cousin sie schon jahrelang huckepack dabei haben will.
Das möchte sie aber lieber nicht.

Wir wünschen Euch schöne letzte Tage im Januar.... und schwuppst ist der erste Monat im Jahr 2018 auch schon wieder fast Vergangenheit.....



Freitag, 19. Januar 2018

Kurzer Blick zurück



Vorbei
Durch Roberts Krankenhausaufenthalt ist alles ein bisschen durcheinander geraten.
Hier noch ein letztes Bild vom Baum.
Nicht vom Baum direkt, sondern von der Baumbewohnerin Agathe.
Die Gans ist mittlerweile in der grossen Kiste verschwunden

Die Äste hat Robert fein zerkleinert. Das würde er am liebsten mit allen Weihnachtsbäumen der Stadt machen.

Dann ganz lang trocknen lassen.....

Solche Arbeiten liebt er ....



Madame Mietze liebt Einkaufstaschen.
Wofür man nur Katzenbäume, Höhlen etc. ins Haus bringt?

Das erinnert mich an die Kinder, die doch am liebsten mit dem Verpackungsmaterial der Geschenke spielen ... kennt Ihr das auch?


Es stürmt
Es regnet
Es ist kühl aber nie richtig kalt

Ein seltsamer Winter ist das!
Am Kamin ist es am allerschönsten auszuhalten
Jeden Abend wieder ....



Es gibt nichts Neues.
Robert ist ein wenig anders, umgekippt ist er nicht mehr.
Er wird in kürzeren Abständen vom Arzt "angeschaut"....
Vielleicht kommt das ja nicht mehr wieder.

Wochenende
Ohne Pläne und das ist gut so.
Die Ereignisse entwickeln sich eh immerwieder von selber so wie sie wollen!

Freitag, 12. Januar 2018

Wir können wieder auf den Wegen weitergehen



Das Hochwasser ist weg.

Nun können wir wieder überall spazierengehen.
Die Schafe sind auch weg.

Aber nur von hier.
Wo sie gehen weiss ich ja nun meistens.

Im Frühling werde ich ein Praktikum machen.
In der Berufsschule wollten sie es nicht glauben, dass ich wirklich etwas gefunden habe. Also mit Mama und Papa zusammen.
Aber ich darf dort hin und der Lehrer besucht mich dann mal in der Praktikumszeit. Er war noch nie bei einem Schäfer.
Hi, hi.... wenn wieder Hochwasser ist stell ich mich mittenrein und er kann schauen wie er zu mir kommt!


Ich war nochmal beim Arzt.
Also auch wieder mit Mama und Papa und auch einmal ohne Papa.
Ich bin nicht mehr einfach umgefallen aber niemand weiss warum das passiert ist.
Ich nehm nun eine Medizin mehr weil ich doch Epilepsie habe.
Ich hab zum Doktor gesagt, dass ich es nicht will ,aber mache. Weil die Mama schaut sonst traurig.
Aber wenn ich nicht wegen der Epilepsie umgefallen bin, warum hilft dann die eine Tablette gegen Epilepsie  ganz genau ... und ich fall nicht mehr um.?
Keine Antwort vom Herrrn Doktor.
 Nur geschaut hat er.
Ob er heimlich mit meinen Eltern spricht. Mama sagt "nein"... würde sie nicht tun.

So nun ist Wochenende.
Diese Woche war mein Busfahrer krank.
Ich bin nicht angerufen worden, also die Eltern nicht
Und da stand ich rum an der Strasse. Gut, dass Mama immer schaut, sie hat mich nach einer halben Stunden reingeholt. Und rumtelefoniert
Dann hat sie mich gefahren.
Am anderen Tag kam wieder kein Bus. Wieder keine Info
Mama hat geschimpft am Telefon und die Dame vom Busunternehmen hat ihr aufgelegt.
Uih, ich würde Mama nicht so ärgern wie die das gemacht hat. (Gut, tu ich schon, geb ich auch zu. Aber ich kenn ja meine Eltern und wenn sie dann sauer sind geh ich schnell ins Zimmer!)
Das Busunternehmen kriegt nun einen Brief.
Ich glaub, der ist auch sauer!

Ihr glaubt es nicht!
 Ich werde ja immer um 6.45 Uhr abgeholt. Heute... wieder nicht.
Mama war gefährlich leise am Telefon. In ein Taxi wollte sie mich setzten und zahlen hätte der Busunternehmer sollen.
Weil heute hat halt Mama kein Auto da. Susanne braucht das halt manchmal.
Ich wollte nicht in ein Taxi gesetzt werden.

Aber dann kam um 7.45 Uhr jemand und hat geklingelt. Ob hier der Robert zum abholen ist?
Der Mann kam mit einem REISEBUS !
Stand vor der Tür in unserer engen Strasse!  Ja echt ... aber wir sind nicht verreist sondern in die Schule gefahren. Der arme Busfahrer, vorher musste er rückwärts wieder raus aus unserer Strasse und ein Autofahrer hat gehupt wie wenn er nicht sieht, dass Reisebusse sich schwer tun bergab in einer engen Strassen.
Im Reisebus sass ... ich, nur ich... und der Fahrer. Das war nicht lustig! 

Nun wisst ihr Bescheid.
Und weil ich mit geschrieben habe und wo draufgedrückt habe sind die Bilder jetzt da unten.
Die bleiben da, weil wir kriegen sie nimmer über den Bericht von mir
dem Robert.

Schönes Wochenende


Montag, 8. Januar 2018

Schafe in Seenot....und dann kam Robert!


Geschichten die das Leben einfach so schreibt.....
Überschwemmungen in Niederbayern.
Auch die Vils trat übers Ufer.
Wir waren spazieren, und schon auch ein bisserl neugierig wie es wohl aussieht am Ufer.
DAS haben wir nicht erwartet.
Robert hört die Schafe als Erster und rennt los.
Wir hinterher und dann nach einer Kurve sahen wir DAS.
Die Bilder sehen vielleicht nett oder gar romatisch aus.
Aber ... nein, es war so richtig ernsthaft schlimm für die Schafe.
Seht Ihr oben auf dem Foto über dem Wasser ein Schaf liegen?
 Eingeschlossen vom Wasser, das normalerweise da nicht ist.


Sie waren verzweifelt die Schafe.
Überall Lämmchen, manche wurde gerade geboren.
Der Schäfer barfuß im Sumpf.
So schnell konnten wir gar nicht schauen wie Robert losgestartet ist.
"Kann ich Ihnen helfen? Ich hab auch schon Lämmchen im Wasser gesehen!"
Auch der Robert-Papa hat sofort mitgeholfen.
Nicht barfuß, die beiden hatten Gummistiefeln an.


Da wo Robert dort steht musste er schon knietief durchs Wasser um überhaupt da hinzukommen.
Das Bild sieht so schön aus, aber die Situation war ernst.


Drei Stunden später ....


Robert und der Schäfer haben mit Hilfe von Robert-Papa und auch von mir .... ich hab die Strasse gesperrt... die Herde auf die andere, auch nasse, aber nicht so sehr überschwemmte Weide getrieben
Die beiden Schafe hat Robert wirklich gerettet.
Das "Mäh-Rufen" war herzzerreissend. Erst in der Not und dann als sie die Mamas wiederfanden....


Und dann hört Robert auf der anderen Seite wieder einen verzweifelten "Mäh-Ruf"
Ich hatte zu tun auf ihn aufzupassen, denn er lief einfach über die Bundesstrasse und wieder durch die überschwemmten Weiden.


Die beiden Lämmchen hat Robert gefunden.
Das Kleine gehörte zur zurückgebliebenen Schaf-Mama.
Das muss man erlebt haben, wie alle sich freuen. Und dann die Aktion: Schaf mit Lämmchen über die Bundesstrasse...
Wir haben es geschafft.

Es war ein Retten über Stunden.
Leider hat Robert auch tote Lämmchen gefunden.
Auch das gehört dazu ... sagte der Schäfer.


Und nun das Ende der Geschichte, die kein Märchen ist!

Hier ein junger Mann mit einem glücklichen Strahlen.
Patschnass bis zu den Knien
Mit einem voll bayrischen Satz: "Oh Mama, ein Lämmchen hat mich angeschissen. Aber das hat Todesangst gehabt und des ist net schlimm. Wir haben ja a Waschmaschine!"

... und nun könnte die Geschichte enden
... tut sie aber nicht.

Wenn man stundenlang zusammen etwas tut in der Not dann lernt man sich schnell kennen.
Am Ende sagte der Schäfer "Danke schön, Ihr seids ja super!"
Und die Robert-Mama sagte: "Passt scho ... noch schöner wäre jetzt wenn der Robert bei Dir ein Praktikum machen könnt. So eine Woche bald mal. Weil der Bub will Bauer werden. Mir haben kein Hof ... und suchen nach Arbeitsmöglichkeiten für ihn!"


 
Das ist Robert! Der neue Praktikant vom Schäfer an der Vils!

Donnerstag, 4. Januar 2018

Einmal hab ich in der Nacht geweint


Und jetzt bin ich froh wieder daheim zu sein!


Immerwieder umgefallen ist Robert.
Immer kürzer die Abstände
Er atmet nicht mehr so wie vorher, früher ... er stöhnt pausenlos....

So haben wir uns die Weihnachtsferien nicht vorgestellt.
Es musste sein: Krankenhausaufenthalt.

Wir sind nicht aufgeklärter, informierter, beruhigter als vorher

Die Stürze auf den Kopf haben nichts angestellt innen in ihm, sagt Robert.
Er weiss nichts.
Er spricht, er läuft, er spielt und findet sich auf dem Boden wieder.
Er kann nicht sagen was kurz davor in seinem Kopf ablief.
Dieses Atmen, dass alle nervös macht kann er nicht wegmachen, das ist halt nun so bei ihm ... sagt er.

Zum ersten Mal in seinem Leben hat er ohne Mucks ein EEG und ein EKG machen lassen.
Einige Blutabnahmen ... ohne Reaktion.

Nun ist er daheim mit einem Entlassungsbericht, der sagt, das es gut ist eine höhere Dosis Antiepileptikum anzuordnen
.... der Kinderarzt ist an der Reihe

Alle hier beobachten und bewachen den jungen Mann.
Keiner hat mehr richtig Nerven für das Geschehen.
Keiner hat das Gefühl es wurde sinnvoll eine Erklärung gefunden.

"Wenn er wieder auf den Kopf stürzt, kommen Sie bitte nocheinmal in die Klinik!"

Aha.....

Nun, ab nächste Woche sind unsere Ärzte vom Urlaub zurück.
Bis dahin werden wir es schon schaffen


Und nun für Euch

Wir wünschen Euch ein Gutes Jahr 2018
Hoffen Ihr seit alle fein hineingerutscht.

.... und bitte nichts mit Gesundheit zurückwünschen. Das macht Robert sehr, sehr sauer.
DAS will er nicht mehr hören, weil er der Überzeugung ist, dass er "halt einfach ein immer kranker Mensch sein wird, und eines Tages fällt er um und dann war es das!"

So sagte er diesen schrecklichen Satz als wir im Auto vom Krankenhaus heimgefahren sind.....

Ich hab ihn gebeten, doch bitte erst in ganz weiter Ferne einfach nicht mehr da zu sein.

"Ach Mama! Du weisst doch, dass ich nicht rechnen kann und mich mit Zeiten immer verschätze!" war seine Antwort.