Montag, 8. Januar 2018

Schafe in Seenot....und dann kam Robert!


Geschichten die das Leben einfach so schreibt.....
Überschwemmungen in Niederbayern.
Auch die Vils trat übers Ufer.
Wir waren spazieren, und schon auch ein bisserl neugierig wie es wohl aussieht am Ufer.
DAS haben wir nicht erwartet.
Robert hört die Schafe als Erster und rennt los.
Wir hinterher und dann nach einer Kurve sahen wir DAS.
Die Bilder sehen vielleicht nett oder gar romatisch aus.
Aber ... nein, es war so richtig ernsthaft schlimm für die Schafe.
Seht Ihr oben auf dem Foto über dem Wasser ein Schaf liegen?
 Eingeschlossen vom Wasser, das normalerweise da nicht ist.


Sie waren verzweifelt die Schafe.
Überall Lämmchen, manche wurde gerade geboren.
Der Schäfer barfuß im Sumpf.
So schnell konnten wir gar nicht schauen wie Robert losgestartet ist.
"Kann ich Ihnen helfen? Ich hab auch schon Lämmchen im Wasser gesehen!"
Auch der Robert-Papa hat sofort mitgeholfen.
Nicht barfuß, die beiden hatten Gummistiefeln an.


Da wo Robert dort steht musste er schon knietief durchs Wasser um überhaupt da hinzukommen.
Das Bild sieht so schön aus, aber die Situation war ernst.


Drei Stunden später ....


Robert und der Schäfer haben mit Hilfe von Robert-Papa und auch von mir .... ich hab die Strasse gesperrt... die Herde auf die andere, auch nasse, aber nicht so sehr überschwemmte Weide getrieben
Die beiden Schafe hat Robert wirklich gerettet.
Das "Mäh-Rufen" war herzzerreissend. Erst in der Not und dann als sie die Mamas wiederfanden....


Und dann hört Robert auf der anderen Seite wieder einen verzweifelten "Mäh-Ruf"
Ich hatte zu tun auf ihn aufzupassen, denn er lief einfach über die Bundesstrasse und wieder durch die überschwemmten Weiden.


Die beiden Lämmchen hat Robert gefunden.
Das Kleine gehörte zur zurückgebliebenen Schaf-Mama.
Das muss man erlebt haben, wie alle sich freuen. Und dann die Aktion: Schaf mit Lämmchen über die Bundesstrasse...
Wir haben es geschafft.

Es war ein Retten über Stunden.
Leider hat Robert auch tote Lämmchen gefunden.
Auch das gehört dazu ... sagte der Schäfer.


Und nun das Ende der Geschichte, die kein Märchen ist!

Hier ein junger Mann mit einem glücklichen Strahlen.
Patschnass bis zu den Knien
Mit einem voll bayrischen Satz: "Oh Mama, ein Lämmchen hat mich angeschissen. Aber das hat Todesangst gehabt und des ist net schlimm. Wir haben ja a Waschmaschine!"

... und nun könnte die Geschichte enden
... tut sie aber nicht.

Wenn man stundenlang zusammen etwas tut in der Not dann lernt man sich schnell kennen.
Am Ende sagte der Schäfer "Danke schön, Ihr seids ja super!"
Und die Robert-Mama sagte: "Passt scho ... noch schöner wäre jetzt wenn der Robert bei Dir ein Praktikum machen könnt. So eine Woche bald mal. Weil der Bub will Bauer werden. Mir haben kein Hof ... und suchen nach Arbeitsmöglichkeiten für ihn!"


 
Das ist Robert! Der neue Praktikant vom Schäfer an der Vils!

Kommentare:

  1. Ich muss gleich los, aber eine Träne lass ich noch hier. Wundergeschichte.... Danke.

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  2. Ja, Wundergeschichte
    Er ist so gross geworden. Und nun nach der Krankheit so ein Tag mit Zukunftsaussicht.
    Ich wünsche Robert noch mehr solche Tage und dass die Epilepsie aufhört ihn das Leben schwer zu machen
    Anja

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  3. Schön, dass ihr helfen konntet. Und fast noch schöner, dass Robert nun gleich einen Praktikumsplatz hat.

    Alles Gute für euch alle (fürs neue Jahr und generell) - und dass ihr die blöden Anfälle schnell wieder in den Griff bekommt.

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  4. Wirklich eine schöne Geschichte mit einem guten Ausgang ( in jeder Beziehung). Das hat aber auch geregnet in den letzten Tagen, schlimm war das. Möge sich bald mal wieder die Sonne scheinen, das tut auch der Seele gut. Alles Gute für euch alle, winke die Trude.

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  5. ihr seid wirklich eine tolle Familie!
    liebe grüße
    ingrid

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  6. Liebe Elisabeth

    Da geht mir das Herz auf, ihr habt toll geholfen und ich gönne Robert den Praktikumsplatz von Herzen!

    Lieber Gruss
    Anne

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  7. Robert wird seinen Weg machen, das zeigt diese Geschichte. Wie einzigartig - traurig und schön - so ein Erleben doch ist. Und nun darf er sogar die Schafe und Lämmchen betreuen und noch besser kennen lernen. Das ist wunderbar.
    Herzliche Grüsse aus dem weissen Canada
    Anita

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  8. Elisabeth, eine wirklich zu Herzen gehende Geschichte.
    Robert ist nicht nur mutig, sondern auch sehr selbstlos.
    Einen angenehmen Abend wünscht dir
    Irmi

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  9. Sooo toll. Gut gemacht Robert und Robert-Familie.
    Und herzlichen Glückwunsch zum Pratikumsplatz

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  10. Eine wunderschöne, wahre Geschichte in der auch das Gute siegt.
    Ich muss mich auch entschuldigen, dass ich nicht kommetiere, ich Schluri.
    Dir und deinen Lieben ein verspätetet Gutes Neues, was ja wohl wirklich Gut und Neu wird.
    Martina

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  11. hallo ihr guten Schafretter, das freut mich doch sehr für dei Schafe, die Lämmer, den Hirten, für euch und besonders für Robert, den Praktikanten. Gern hab ich das gelesen, auch wenn es ganz sicher aufregend und aufwühlend war. Gut gemacht! Herzlichst, Sanne.

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  12. Das ist wundervoll zu lesen. Es berührt mich sehr. Und ich freue mich so sehr für Robert.
    Herzlich Susanne

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  13. Liebe Elisabeth, das ist eine ebenso handfeste wie wunderbare Geschichte, die euch das Leben da an den Anfang vom neuen Jahr hingeschrieben hat, und ich freu mich "ganz arg" mit euch!! Robert hat zwar viele Probleme, die ihm und euch das Leben schwermachen, aber diese Naturbegabung, mit Tieren umzugehen, ist etwas sehr Schönes und Besonderes, seine besondere Stärke eben, und ich wünsche ihm von Herzen, dass er da seinen Platz im Leben finden kann.
    Liebe Grüße, und dass das Jahr so gut weitergeht!
    Brigitte

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  14. oh man..
    was für eine zu Herzen gehende Geschichte
    ich finde ganz toll was ihr da geleistet habt
    ich wünsche euch noch alles Gute im neuen Jahr
    liebe Grüße
    Rosi

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  15. Das ist ja einfach genial Elisabeth!!! Freut mich riesig für euch und besonders für Robert natürlich. Ich war lange nicht hier, aber ich sehe, wie gut er aussieht und das freut mich :-)
    Ich mag Schafe auch sehr, leider gibt es hier in unserer Gegend nirgendwo welche, es ist zu städtisch, zu viele Straßen und zu viel Verkehr. Selbst wenn es solche Situationen gibt wie ihr sie hier erlebt habt, ist es irgendwie schön so viel Naturnähe um sich zu haben. Ich glaube schon, dass das eine entstressende Wirkung auf dei Menschen hat...
    Ganz liebe Grüße und ein wunderbares neues Jahr!
    Elisabeth

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  16. Hallo Robert! Ich finde es richtig toll, wie selbstverständlich du und deine Familie geholfen hat die Schafe zu retten. Das muss man sich ja erstmal trauen. Ich glaube, du hast zur Natur eine ganz besondere Beziehung.
    Viele Grüße von Maryme

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